Persönlicher Erfahrungsbericht – Michelin Pilot Power 3 auf BMW R 1200 R

Es scheint fast so, dass ich diese Saison einen erhöhten Reifenverbrauch habe. Bereits zwei komplette Sätze habe ich verbraucht innerhalb von zwei Monaten. Zurzeit ist der dritte frische Reifensatz montiert. Soviel fahre ich eigentlich gar nicht. Aber die Reifen halten bei mir irgendwie nie sehr lange. Das hat auch sein positives. Alle paar Wochen kann ich einen anderen Reifen testen. Und da ich meine Reifen selber bezahle kann ich auch schreiben was ich will und muss kein Marketinggefasel von mir geben. Den neuen Pilot Power 3 von Michelin habe ich getestet, weil ich mir davon am Vorderreifen eine höhere Laufleistung als mit Tourenreifen erhofft habe. Dies weil Tourenreifen bei mir immer seitlich am Ende waren, während in der Mitte noch viel Profil da war. Sportreifen sind eher für kurvenreiche Strecken gemacht. Die Tourenreifen sind scheinbar für einen grossen Autobahnanteil optimiert. Wie immer ist das ein rein persönlicher und subjektiver Erfahrungsbericht. Muss überhaupt nicht mit den Erfahrungen anderer Fahrer auf anderen Motorrädern übereinstimmen. Motorradreifen sind Geschmackssache. Wurden meine Erwartungen erfüllt?

Jawoll! Der Pilot Power 3 hielt auf dem Vorderrad (für mich) sensationelle 4200 km. Der Metzeler Z8 oder der Pirelli Angel ST hielten etwas gleich lang und das sind Tourenreifen. Der Angel GT war sogar vorne bereits nach 3000 km am Ende. Ich muss hierbei erwähnen dass ich meine Reifen nicht bis auf die Karkasse runterfahre. Sie sind jederzeit gesetzeskonform. Spätestens bei 1,6 mm Profiltiefe wird gewechselt. Hinten war ich vom Pilot Power 3 etwas weniger begeistert. 2500 km Laufleistung entsprechen einer normalen Laufleistung eines Sportreifens. Das ist nichts besonderes.

Zuerst bin ich den Pilot Power 3 vorne in Kombination mit einem Angel GT hinten gefahren. Da habe ich ehrlich gesagt nicht mal gemerkt dass vorne nun kein Angel GT mehr montiert ist. Und das ist auch gut so. Das Fahrverhalten war tadellos. Neutral, zielgenau, nicht kippelig jederzeit Grip vorhanden. Als dann hinten auch ein Pilot Power 3 montiert war gefiel mir das Fahrverhalten etwas weniger. Grip war naturgemäss auch immer genügend vorhanden. Ein einziger kleiner Rutscher am Sustenpass schreibe ich nicht dem Reifen zu. Das kann andere Ursachen haben. Aber mir war diese Kombination auf der R 1200 R dann zu handlich und zuwenig zielgenau (Luftdruck 2,4/2,7). Das mag ich nicht. In Kurven musste ich öfter korrigieren. Hat mich etwas an den Metzeler Z8 erinnert, der sich bei mir auf meinem Motorrad ebenfalls so verhalten hat.  Ausserdem hatte der PiPo3 die Neigung in tiefer Schräglage noch weiter abzuklappen. Das habe ich so ehrlich gesagt noch nicht erlebt. Im Netz findet man eigentlich praktisch nur begeisterte Meinungen vom PiPo3. Ich bin wohl eine Ausnahme. Wenn die Laufleistung hinten wie vorne auch deutlich über 4200 km erreicht hätte, dann hätte ich ihn wohl trotzdem wieder montiert. Aber so traf es sich dann gut dass Vorder und Hinterreifen zum gleichen Zeitpunkt die Verschleissgrenze erreicht hatten und so gemeinsam ersetzt wurden. Für die R 1200 R gibt es meiner Meinung nach passendere Reifen. Nächster Erfahrungsbericht mit Bridgestone T30/T30R GT folgt….
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Bilder: Töffblog.ch

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