Erste Erfahrungen mit dem Pirelli Angel GT

Letzte Woche war es nun soweit. Ich habe meine BMW R 1200 R vorne und hinten mit dem neuen Pirelli Angel GT bereifen lassen. Ich habe ja etwas  geschwankt zwischen dem ebenfalls neuen Bridgestone T30 und dem Angel GT. Der T30 deshalb, weil ich mit dem Sportreifen BT016pro von Bridgestone sehr gut zufrieden war und mir erhofft hatte, dass der T30 die sehr guten Fahreigenschaften des BT016pro (und S20) mit der Laufleistung des Vorgängers BT023 vereinen konnte. Aber nach dem kürzlich erschienen Reifentest in MOTORRAD, den der  Angel GT für sich entscheiden konnte, fiel mir die endgültige Entscheidung für den Angel GT nicht schwer.

Die letzten 4300 Kilometer fuhr ich ja den Vorgänger Angel ST mit dem ich ebenfalls sehr gut zufrieden war. Der Angel ST ist spurgenau, neutral und bot eine akzeptable Laufleistung bei ausgezeichneter Haftung auf trockener Strasse. Bei nasser Strasse gibts aber besseres. Z.b. den Metzeler Z8 M/O oder den Michelin Pilot Road 3. Beim Angel GT hat Pirelli diese Schwächen nun ausgemerzt. Der GT bietet neben allen anderen positiven Eigenschaften auch noch die beste Nasshaftung aller getesteten aktuellen Tourensportreifen. Den letztjährigen Sieger, den ebenfalls aus dem Pirelli Konzern stammenden Metzeler Z8 M/O, hat er hinter sich gelassen. Den fuhr ich übrigens auch schon. Hat mir persönlich auf meinem Motorrad aber deutlich weniger gut gefallen als der Angel ST. War mir zuwenig neutral und spurgenau. Das konnten neben dem Angel ST auch der BT016pro und der S20 aus dem Hause Bridgestone besser. Ist mir klar dass die Geschmäcker verschieden sind und die Erfahrungen nicht unbedingt auf andere Motorradtypen übertragbar sind.

Nun ja wie fährt sich der Angel GT nun eigentlich? Nach 700 Kilometern vorwiegend auf trockenen Strassen kann ich sagen: Wie der Angel ST…  und das ist auch gut so. Ich musste mich nicht umgewöhnen. Der Angel GT bietet, wie sein Vorgänger, ein neutrales, handliches Fahrverhalten ohne kippelig zu wirken. Die sportlichen Pirelli Eigenschaften blieben absolut erhalten. Es handelt sich also sicher nicht um einen umgelabelten Z8 wie auch schon mal vermutet wurde (Metzeler gehört zum Pirelli Konzern). Die Haftung war ebenfalls stets einwandfrei. Bei Regen bin ich bis jetzt nicht gefahren. Von daher kann ich das nicht objektiv beurteilen. Die Laufleistung soll ja gemäss Hersteller gegenüber dem Angel ST ebenfalls verbessert worden sein. Das kann ich jedoch erst in einigen Wochen beurteilen. Mit dem Angel GT wählt man aber sicher den im Moment ausgewogensten Tourensportreifen auf dem Markt. Zur BMW R 1200 R passt er jedenfalls perfekt. Ich bin begeistert. Sollte der Angel GT mal nicht lieferbar sein, teste ich jedoch sehr gerne den Bridgestone T30. > Diskussion bei Töff-Talk.ch

Bilder: Töffblog.ch

Das Promovideo der Präsentation auf einem italienischen Flugzeugträger:


Video: Youtube/pirellimoto

 

2 Gedanken zu “Erste Erfahrungen mit dem Pirelli Angel GT

  1. Nach etwa 2500 km kann ich sagen dass der Reifen hält wie Pattex. Auch das Fahrgefühl ist prima. Es unterscheidet sich nicht von demjenigen des Angel ST. Was jedoch absolut ungenügend ist, ist die Laufleistung. Ich bin vorne wieder bald am Minimum. Und das schon nach 2000 km. Habe jetzt nicht mehr gemassen. Die Tourensportreifen nutzen sich bei mir immer seitlich extrem stark ab. In der Mitte ist noch mehr als genügend Profil vorhanden. Aber ich fahre halt keine Autobahn. Als nächsten Reifen fasse ich den Michelin Pilot Power 3 ins Auge der als Sportreifen vielleicht etwas runder abgefahren wird.

  2. Nach 3000 km ist der Angel GT vorne am Ende (Flanken weniger als 1,6 mm Profil). Hinten hält er noch für ca. 1500 – 2000 km was kein schlechter Wert ist. Aber die Laufleistung vorne ist unter aller Kanone. Ich fahre nun mal keine Autobahn sondern fast nur kurvige Strecken. Das mag der Angel GT gar nicht wie es scheint. Als nächster Gummi wird definitiv der Pilot Power 3 montiert. Hoffentlich wird der etwas runder abgefahren.

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