Zukünftige Strategie von Husqvarna

Letzte Woche durfte man bereits lesen, dass Husqvarna und Husaberg nach der Übernahme durch Pierer Industrie wieder vereint werden sollen.Dies geschieht in der neuen Firma Husqvarna Sportmotorcyle. Diese wiederum wird eine 100 prozentige Tocher der KTM AG werden.

Bekanntlich wurde Husaberg vor 25 Jahren in Schweden von ehemaligen Husqvarna Mitarbeitern gegründet und bereits 1995 von KTM gekauft. Husqvarna wurde 1987 nach Italien verkauft. Stefan Pierer hat in der aktuellen Ausgabe von MOTORRAD nun etwas mehr verraten: Die Fertigung der Husqvarna Motorräder wird nach Österreich verlagert. Das ist keine grosse Überraschung und irgendwie auch nachvollziehbar. In Italien verbleiben nur Sales, Marketing/Kundendienst und Ersatzteilversorgung.

Der Hauptgrund für die Übernahme von Husqvarna war offenbar der grössere Bekanntheitsgrad des Markennamens in Übersee. Husqvarna sei weltweit ein Begriff während Husaberg ausserhalb von Europa praktisch unbekannt sei. Die neuen Husqvarna Enduros für 2014 werden auf der Basis der aktuellen Husaberg Modelle entwickelt. Die Motocross Palette wird hingegen auf der Basis von KTM und Husqvarna Modellen entwickelt. Pierer vergleicht das Vorgehen mit der Autoindustrie wo z.B. Volkswagen den gleichen Baukasten für VW, Skoda, Seat und Audi einsetzt. Und das bekanntlich extrem erfolgreich. Andere Autohersteller machen das inzwischen ja ebenfalls so. Die einzelnen Marken behalten trotzdem eine gewisse Markenidentität und werden für unterschiedliche Zielgruppen entwickelt.

Wie das bei Husqvarna funktionieren soll ist mir allerdings noch ein Rätsel. Husqvarna war und ist ein absoluter Nischenanbieter. Ob sich das ändern wird? Noch nicht mal KTM ist ein Vollsortimenter aber ist immerhin auf dem Weg dazu. Das Ziel für 2014 lautet 14’000 Husqvarnas zu verkaufen. Man wird sehen ob das klappen wird. Man da höchstens viel Erfolg wünschen.

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