EICMA 2011: Honda stellt die V4 Reiseenduro Crosstourer vor

Die Crosstourer wurde bekanntlich bereits an der letzten EICMA als Konzeptstudie vorgestellt. Dass Honda sie tatsächlich auf den Markt bringt, war allerdings erst seit einigen Wochen bekannt. Die Optik wurde im Gegensatz zur kleineren Schwester Crossrunner klar Richtung „Enduro“ getrimmt. Dazu tragen auch die Speichenfelgen bei, auf denen, der Speichenanordnung nach zu schliessen, schlauchlose Reifen montiert sind. Hübsch ist sie geworden, wenn auch etwas wuchtig. Ob man die Crosstourer als Reiseenduro oder einfach als bequeme Reisemaschine betrachten will sei mal dahingestellt. Das Gewicht ist auch für eine moderne Reiseenduro sehr hoch. Vollgetankt wiegt die normale Version 275 und die DCT Version 285 kg. Bleibt zu hoffen dass die Gewichtsverteilung stimmt und man das hohe Gewicht beim Fahren nicht merkt.

Der aus der VFR 1200 F bekannte V4 Motor mit 1200 ccm Hubraum wurde für den Einsatz in der Crosstourer auf 129 PS bei 7750 U/min gedrosselt was sicher ausreichend ist. Das maximale Drehmoment von 126 Nm wird bei 6500 U/min erreicht. Die normale Crosstourer ist mit einem konventionellen 6-Gang Getriebe ausgestattet. Optional ist auch ein Doppelkupplungsgetriebe (DCT) lieferbar. ABS und Traktionskontrolle komplettieren die Ausstattung. Der Tank fasst 21,5 l Benzin und somit 3 l mehr als derjenige der VFR 1200 F. Der zu kleine Tank in Verbindung mit einem relativ hohen Verbrauch wurde bei der VFR ja öfters bemängelt.

Man darf gespannt sein wie Hondas neue Grossenduro bei den Kunden ankommt. Die Konkurrenten in dieser Klasse heissen BMW R 1200 GS, Yamaha Superténére 1200 und ab 2012 auch Triumph Tiger Explorer 1200. Alle vier übertragen die Kraft per Kardan auf das Hinterrad. BMW gab dieses Antriebskonzept vor und die Konkurrenten haben nachgezogen. Preise gab Honda noch keine bekannt

Fotos: Honda

6 Gedanken zu “EICMA 2011: Honda stellt die V4 Reiseenduro Crosstourer vor

  1. Sieht also gar nicht mal so schlecht aus. Aber das Gewicht… So wie ich die kleine Orangschige schon in der Landschaft rumschmeisse, da müsste ich permanent einen Helfer zum Aufstellen mit on tour haben… Uuh, Kardan, das hätte schon seinen Reiz – nicht mehr so häufig Felgen schrubben… 😉

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