EICMA 2011: Ducati zeigt das Meisterwerk Panigale 1199

Ducati hat schon 1994 mit der 916 gezeigt wie man ein wunderschönes Supersportmotorrad baut. Die 1199 Panigale führt diese Tradition fort und bringt die Mitbewerber ganz schön in Verlegenheit. Mit solch einem eleganten Design das bei vielen Fans sofort einen „haben wollen“ Reflex auslöst, können sonst höchstens noch Aprilia und MV Agusta aufwarten. Aber sonst?  Die Panigale hat neben dem wunderschönen Design natürlich auch noch innere Werte zu bieten. Die Ausstattung ist absolut erstklassig und bietet alles was heute technisch machbar ist.

Die Panigale wird vom bereits hier vorgestellen neuentwickelten Superquadro Motor angetrieben. Dieser leistet 195 PS bei 10’750 U/min und bietet ein Drehmoment von 135 Nm bei 9’000 U/min. Es sind drei verschiedene Fahrmodi wählbar. Eine Traktionskontrolle gehört ebenfalls dazu. Die Drosselklappen werden elektronisch betätigt (Ride by Wire).

Fahrwerksseitig ist in der normalen Panigale eine neue extraleichte und voll einstellbare Marzocchi Gabel mit 50 mm Durchmesser an Bord, sowie ein ebenfalls voll einstellbarer Stossdämpfer von Sachs. In der Panigale S sowie der Tricolore Version sind elektronisch einstellbare Fahrwerkskomponenten von Öhlins verbaut. Bei BMW heisst das System ESA. Ducati nennt es DES (Ducati Electronic Suspension). Ducati und BMW sind immer noch die einzigen Hersteller welche derartige Systeme überhaupt anbieten.

Brembo liefert die M50 4-Kolben Monobloc Bremszangen. Optional ist bei der Panigale und Panigale S auch ein Bosch ABS mit Racing Modus lieferbar. Bei der Panigale S Tricolore gehört das ABS zur Serienausstattung. Das System schlägt auf der Waage dann mit zweieinhalb zusätzlichen Kilogramm zu  Buche. Im Race Modus ist das ABS nur am Vorderrad aktiv um Drifts mit dem Hinterrad zu ermöglichen.  Ohne ABS wiegt die Panigale trocken 164 kg und fahrfertig immer noch leichte 188 kg. Das ist nur möglich durch die neuartige Bauweise mit tragendem Motor der in einem Monocoque sitzt. Die S und S Tricolore Versionen werden mit Schmiederädern von Marchesini ausgeliefert was nochmals etwas Gewicht spart.

Das Cockpit ist mit einem farbigen TFT Display ausgestattet das alle Infos liefert. Da darf man sicher auf die Ablesbarkeit im gleissenden Sonnenlicht gespannt sein.

Ohne zu übertreiben würde ich einfach mal behaupten, dass Ducati hier einmal mehr einen Meilenstein der Motorradtechnik entwickelt hat!

Die aktuellen Schweizer Preise für die Panigale. Gültig für 2012:

1199 Panigale: CHF 24’990.–
1199 Panigale S: CHF 30’990.–
1199 Panigale S Tricolore: CHF 35’990.–

Fotos: Ducati

Die offiziellen Videos von Ducati:

Videos: Youtube.com/Ducati

8 Gedanken zu “EICMA 2011: Ducati zeigt das Meisterwerk Panigale 1199

  1. Die 1199 hat die Voraussetzungen, dereinst als Meilenstein in die Geschichte einzugehen, wie ihre Urahnin 916. Optisch ein Hammergerät, in bester Ducati Tradition, und doch technisch völlig anders als die Vorgängerin. Ich bin gespannt.

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