Meine Erfahrungen mit dem Pirelli Angel ST

Vom Pirelli Angel ST las man ja bei seinem Erscheinen vor zwei Jahren regelrechte Wunderdinge. Der soll einen neuen Weltrekord aufgestellt haben auf der Kreisbahn mit Dauervollgas usw. Und daher müsste er bei normalem Strassenbetrieb um die 12’000km halten. Das wäre ja zu schön um wahr zu sein. Das erste Mal fuhr ich den Angel dann auf meiner BMW F 800 R. Der Reifen fuhr sich sehr gut. Handlich aber nicht kippelig. Spurgenau und präzise. Die Haftung war immer ok. Das Ende der Angels habe ich dann nicht mehr erlebt da ich das Motorrad gegen eine neue BMW R 1200 R eingetauscht hatte. Diese bekam ich auf meinen Wunsch hin gleich mit Angel ST ausgeliefert. Ich wollte ja weitertesten.

Der Reifen fuhr sich auch auf der 1200er wirklich prima. Wunderbar handlich aber nicht kippelig und mit prima Haftung. Na da muss doch ein Haken dabei sein. Wenn der Reifen 6000km hält fresse ich einen Besen. Nun nach 4500 km war wieder mal Profiltiefe messen angesagt. Was war denn das? Das Profil war an einigen Stellen bereits unter der gesetzlichen Minimaltiefe von 1,6 mm!! Das darf ja wohl nicht wahr sein. Klar bin ich fast nur Kurven gefahren im Schwarzwald und auf Alpenpässen. Aber 4500 km ist für einen Tourensportreifen auf einer nur 110 PS starken und 230 kg schweren Maschine definitiv kein Ruhmesblatt. Tja und so kam es, dass ich als Verfechter von Tourensportreifen doch mal einen Sportreifen montiert habe. Wenn die Reifen bei mir schon so früh verschleissen, will ich wenigstens maximalen Fahrpass haben. Also tschüss Pirelli Angel ST und willkommen Bridgestone BT016 Pro.

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